Hausarzt - Alexander Maier
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News

Was der Blick ins Auge verrät

Die Augen erlauben wertvolle Einblicke in die Gesundheit eines Menschen. Allgemeinerkrankungen wirken sich oft auch hier aus – und so finden Augenärzte nicht selten bei einer Routineuntersuchung den ersten Hinweis auf eine Zuckerkrankheit oder auf Bluthochdruck. Darauf weist Dr. Ludger Wollring vom Pressereferat des Berufsverbands der Augenärzte hin.

Augenuntersuchungen sind in der Regel schonend und wenig belastend für die Patienten und die Ergebnisse liefern oft Hinweise auf Krankheiten, die man zunächst überhaupt nicht mit dem Auge in Verbindung bringt. So erlaubt der Blick auf die Hornhaut Rückschlüsse auf den Fettstoffwechsel. Ringförmige Fettablagerungen (Arcus lipoides) am Rand der Hornhaut beeinträchtigen das Sehvermögen nicht und sind bei Menschen im fortgeschrittenen Alter häufig. Doch wenn schon unter 50-Jährige solche Ablagerungen aufweisen, ist Vorsicht geboten – denn dann kann das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, erhöht sein. Fällt beim Blick auf die Hornhaut ein grünlicher bis bräunlicher Ring an ihrem Rand auf, dann ist das ein Hinweis auf einen Morbus Wilson. Das ist eine ererbte Stoffwechselstörung, bei der sich Kupfer im Körper ablagert und bei der unter anderem Leber und Nerven geschädigt werden. Mit frühzeitiger Therapie kann der Krankheitsverlauf meist gestoppt oder verlangsamt werden.

Besonders aufschlussreich ist die Untersuchung der Netzhaut im Augeninneren. Mit Hilfe des Augenspiegels können Augenärzte sich die Blutgefäße der Netzhaut genau anschauen. Ihr Zustand erlaubt es, die Gesundheit der Blutgefäße im gesamten Körper zu beurteilen. So finden sich hier Hinweise auf einen Bluthochdruck oder auf die Zuckerkrankheit. Unterstützt von Computeralgorithmen lassen sich Fotos der Netzhaut inzwischen sogar automatisiert auswerten. Diese oft als „künstliche Intelligenz“ bezeichnete Technik kann ein vielversprechendes neues Werkzeug für Augenärzte werden.

Für Untersuchungen der Netzhaut ist in den vergangenen Jahrzehnten die optische Kohärenztomographie (OCT) ein unverzichtbares Verfahren geworden. Mit ihrer Hilfe lassen sich hochauflösende Bilder der Netzhautschichten machen, wie sie sonst nur nach einer Biopsie unter dem Mikroskop sichtbar würden. Die so gewonnenen Befunde sind nicht nur für die Diagnose von Augenkrankheiten wertvoll. Bei der Multiplen Sklerose ist häufig auch der Sehnerv entzündet und OCT-Bilder helfen bei der Diagnose und bei Untersuchungen zur Kontrolle des Therapieerfolgs. Auch Krankheiten des zentralen Nervensystems wie Parkinson oder Alzheimer können möglicherweise mit diesem Verfahren erkannt und im Verlauf bewertet werden.

Aber auch bei anderen Krankheiten ist es sinnvoll, dass Augenärzte über die Grenzen ihres Fachs hinausschauen. Rheumatische Erkrankungen können auch zu Entzündungen der Aderhaut im Auge (Uveitis) führen. Bei diesen Autoimmunerkrankungen ist daher oft auch der fachkundige augenärztliche Rat gefragt, auch wenn die Behandlung zusammen mit Rheumatologen und anderen Fachärzten abgestimmt wird.

Und auch Virusinfektionen können die Augen in Mitleidenschaft ziehen. Aktuelles Beispiel ist das Corona-Virus, das nicht nur den Mund-Rachen-Raum und die Lunge betrifft, sondern auch eine Bindehautentzündung hervorrufen kann. Andere Viren, die das Auge schädigen können, sind Herpes-Viren, die eine das Sehvermögen bedrohende Hornhautentzündung auslösen können.

Können textile Gesichtsmasken die Übertragung von SARS-CoV-2 reduzieren?

Nephrologen aus mehreren Erdteilen unter Leitung der kanadischen McMaster University und des schwedischen Karolinska Institutet haben sich mit der Frage beschäftigt, ob textile Stoffmasken vor der Übertragung von SARS-CoV-2 schützen können. Hierzu wurde eine weltweite Literaturrecherche durchgeführt.

Die Forschergruppe, zu der auch KfH-Mitarbeiter gehören, identifizierte 25 veröffentlichte Artikel, in denen die Filtrationseigenschaften von Tuchgewebe bzw. textilen Gesichtsmasken aus unterschiedlichen Materialien und in unterschiedlichen Ausführungen untersucht wurden. Da die Prüfung der Masken bzw. Textilien nicht einheitlich, sondern mit unterschiedlichen Methoden erfolgt war, gestaltete sich der Vergleich der Ergebnisse schwierig. Nur wenige der Studien folgten den bestehenden medizinischen Vorgaben für die Zertifizierung von persönlicher Schutzausrüstung für den Einsatz im Gesundheitswesen. Trotzdem zeigen die Ergebnisse den Forschern zufolge in überzeugender Weise, dass bestimmte Gesichtsmasken aus Tuchgewebe die Ausbreitung von Partikeln in die Umgebung des Trägers reduzieren und umgekehrt die eingeatmeten Partikel verringern. „Diese Evidenz dürfte mehr als ausreichend sein, um die Verwendung von textilen Gesichtsmasken zu empfehlen“, bestätigt Professor Dr. med. Johannes Mann, Ärztlicher Leiter und Nephrologe im KfH-Nierenzentrum München-Schwabing und International Scholar, Population Health Research Institute, McMaster University, Canada, und Mitglied der Forschergruppe, die Einschätzung seines Kollegen Juan Jesus Carrero. Er ist Professor für Epidemiologie am Department of Medical Epidemiology and Biostatistics des Karolinska Institutet und Korrespondenzautor der Studie. Diese Empfehlung deckt sich zudem mit den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Centers für Disease Control und Prevention (CDC) in den USA.
Baumwolle und Flanell in mehreren Lagen bieten den besten Schutz

Beim Vergleich verschiedenerer Textilien zeigen die Ergebnisse, dass Musselin (eine Baumwollart), Baumwolle und Flanell sowie Tücher aus drei bis vier Lagen mit einer Fadenzahl von mindestens 100 Fäden pro Zoll (40 Fäden pro cm) den besten Schutz bieten. So reduzierte beispielsweise eine traditionelle chirurgische Gesichtsmaske aus 4-lagigem Musselin die Kontamination der Luft im gleichen Maße wie medizinische Einweg-Gesichtsmasken, selbst für feine Partikel im Aerosolbereich.
Website gibt Tipps zur Anfertigung eigener Masken

Nahezu weltweit sind Gesichtsmasken derzeit Pflicht oder werden zur Eindämmung der Corona-Pandemie empfohlen. Viele Menschen haben aber keinen Zugang zu Einweggesichtsmasken oder medizinischen Gesichtsmasken. Auch kann durch das Tragen von medizinischen Gesichtsmasken die Versorgung des Personals im Gesundheitssystem oder von Risikogruppen gefährdet werden. „Deshalb haben wir eine Website entwickelt – www.clothmasks.ca – auf der wir Empfehlungen zur Anfertigung von textilen Gesichtsmasken zusammengestellt haben“, berichtet Professor Mann. Informationen, Abbildungen mit Schnittmustern für das Nähen mit der Hand sowie Waschanleitungen stehen in englischer Sprache zur Verfügung und werden aktuell in weitere Sprachen übersetzt.

Preisgekröntes Kunstwerk stellt Solarien an den Pranger

„Eine Idee voll auf die Zwölf“, so lautete im Frühsommer der Kommentar der Jury des Art Directors Club-Wettbewerbs 2020. Beim bedeutendsten deutschen Kreativ-Wettbewerb wurde die Lichtinstallation „Spectrum. The most dangerous artwork“ gleich mehrfach ausgezeichnet: einmal Gold, dreimal Silber und viermal Bronze. Auch beim Best of Content Marketing Award überzeugte das Kunstwerk und erhielt im Juli Gold und Silber. Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) machten Anfang des Jahres mit der Ausstellung von „Spectrum“ auf die Hautkrebsgefahr durch Solarien aufmerksam und leitete damit eine öffentliche Diskussion über ein bundesweites Solarienverbot ein. Die Lichtinstallation wurde vom Berliner Künstler Duo „LOW BROS“ entworfen. Eine Dauerausstellung des Kunstwerks ist vorgesehen.

Die gesundheitliche Gefahr, die von Solariengeräten ausgeht, sichtbar machen – das ist das Ziel der Kampagne der Deutschen Krebshilfe und der ADP. Denn: Künstliche UV-Strahlung aus Solarien erhöht nachweislich das Hautkrebsrisiko. Beide Organisationen raten gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit Jahren davon ab, Solarien zu nutzen. „Egal, wie modern und technologisch hochwertig ein Solariengerät anmutet: Einen Schwellenwert für ein ungefährliches Maß an künstlicher UV-Strahlung gibt es nicht“, erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Dermatologe und Vorsitzender der ADP. Zu diesem Ergebnis kommt auch das Scientific Committee on Health, Environmental and Emerging Risks (SHEER) der Europäischen Kommission.

Doch wissenschaftliche Ergebnisse und Expertenempfehlungen sind oft wenig anschaulich. „Also haben wir überlegt, wie wir das, was in Studien belegt ist, erlebbar machen können und dafür Unterstützung aus der Kreativbranche erhalten“, erläutert Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. So entstand ein retrofuturistisches Kunstwerk in Form einer violetten Sonne aus 65 echten Solarienröhren, die über einem bizarren Altar schwebt. Zugang zur Ausstellung erhielt nur, wer eine spezielle UV-Schutzkleidung anlegte. Die Intensität der ultravioletten Strahlung entsprach an einigen Stellen des Installationsraumes einem UV-Index-Wert von 12. Dies ist vergleichbar mit der Intensität der Äquatorsonne zur Mittagszeit und erfordert laut WHO „besondere Schutzmaßnahmen“. Auch die gesetzliche Höchstbestrahlungsstärke von Solariengeräten (0,3 Watt/m²) entspricht diesem Wert.

Die extravagante Installation wirkte: „Ich finde das Kunstwerk wirklich großartig, ansehen möchte ich es mir trotzdem nicht noch einmal“, befand Susanne Klehn, Botschafterin für Hautkrebsprävention der Deutschen Krebshilfe nach ihrer Besichtigung. Auch viele andere Besucher berichteten von einem „mulmigen Gefühl im Bauch“ nachdem sie den Ausstellungsraum verlassen und ihre Schutzvisiere hochgeklappt hatten. „Das Thema Ausstellung wird dadurch auf den Kopf gestellt“, so beschrieb es die Jury des Art Directors Club (ADC). Auch beim Best of Content Marketing (BCM)-Wettbewerb überzeugte „Spectrum“. Im Kommentar der Jury des renommierten deutschen Werbekommunikationspreises heißt es: „Das ist mutig, bringt Aufmerksamkeit, spielt mit den Ängsten und wurde imposant inszeniert!“

„‚Spectrum‘ ist aufmerksamkeitsstark. Das Erlebnis dieser künstlichen Sonne soll in unbehaglicher Erinnerung bleiben und so zu einem Umdenken im Alltag führen“, resümiert Gerd Nettekoven. „Die Auszeichnungen für unser Kunstwerk spornen uns weiter an, denn bislang ist ein bundesweites Verbot von Solarien noch nicht in Sicht. Derzeit arbeiten wir daran, ‚Spectrum‘ im Rahmen einer Dauerausstellung der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.“

Die Idee für das Kunstwerk hatten die Brüder Christoph und Florin Schmidt, die mit ihren Arbeiten als „LOW BROS“ Widersprüche der Moderne aufzeigen. Die Koordination der Ausstellung erfolgte durch die Werbeagentur Heimat. „Spectrum. The most dangerous artwork“ konnte am 22. und 23. Januar in den Berliner Reinbeckhallen besichtigt werden.

17.09.2020 DGA | Quelle: Deutsche Krebshilfe (openPR)

BZgA ruft auf, die AHA-Formel gewissenhaft einzuhalten

Prof. Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): „Angesichts steigender Fallzahlen sehen wir alle – die Pandemie ist noch nicht vorbei. Es bleibt weiterhin und unverändert wichtig, sich und andere vor einer Ansteckung zu schützen. Gerade jetzt nach den Sommerferien ist es besonders relevant, die Hygienevorschriften und Verhaltensnormen zu beachten. Unerlässlich ist, dass alle Bevölkerungsgruppen weiterhin gewissenhaft die Abstands- und Hygieneregeln einhalten – auch beim Aufenthalt im Freien. Es ist ganz entscheidend, die Mund-Nasen-Bedeckung korrekt zu tragen: Als Dekoration unter der Nase, am Ohr oder am Kinn macht sie keinen Sinn! Mund und Nase müssen vollständig bedeckt sein und die Alltagsmaske muss eng anliegen, um als mechanische Barriere für den Tröpfchenausstoß beim Sprechen, Singen, Husten oder Niesen effektiv zu sein. Und auch das regelmäßige Stoßlüften von Innenräumen ist zu beachten. Die AHA-Formel fasst zusammen, was weiterhin essenziell ist: A wie Abstand halten, H wie Hygieneregeln beachten und A wie Alltagsmaske tragen. Das gilt überall da, wo Menschen zusammenkommen, miteinander sprechen, gesellig bei der Arbeit oder in der Freizeit länger beisammen sind. Es kommt jetzt auf jeden und jede an, mit dem individuellen Verhalten zum Schutz von Jung und Alt und insbesondere der besonders gefährdeten Menschen beizutragen. Hier tragen wir alle Verantwortung. Wir können aktiv werden, um Ansteckungen zu vermeiden, Übertragungsketten zu unterbrechen und damit die weitere Virusausbreitung zu verhindern.“

Die BZgA informiert über Infektionsschutzmaßnahmen sowie zum richtigen Verhalten bei Krankheitszeichen, zu häuslicher Quarantäne und zu psychischer Gesundheit. Auf der BZgA-Internetseite www.infektionsschutz.de finden sich verlässliche Informationen mit Tipps, Videos und Lehrmaterial in verschiedenen Sprachen. Quarantäne-Betroffenen, Risikogruppen, Lehrenden, Reiserückkehrern und Bürgerinnen und Bürgern bietet die BZgA Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Coronavirus unter www.infektionsschutz.de/coronavirus.



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